Im Sessel richtig Sitzen und Liegen

fitform sessel ergonomieSitzen und Liegen im Relaxsessel aber richtig, dass ist für einen funktionierenden Rücken eine Grundvoraussetzung.

Mit einem so genannten Rehasessel bzw. Pflegesessel oder Relaxsessel, evtl. mit Aufstehlift, ist ein rückenkonformes Sitzen und rückengerechtes Liegen ohne große Anstrengungen mit einer motorischen Vestellung bequem möglich. Durch die leichte elektrische Verrstellung können kleine Verstellnuancen für eine rückenentlastende Sitz- oder Liegestellung sorgen.

Wenn Sie einen Sessel mit elktrischem Aufstehlift haben, können Sie bequem auf die Beine "gekippt" werden. Am besten sind Sessel, besonders bei Rehasesseln, mit a-synchronen Einstellungen. Die syncronen vestellbaren Sessel sind zwar günstiger im Preis, jedoch sind die Einstellmöglichkeien für das persönliche Sitz- bzw. Liegeverhalten nur beschränkt möglich. Häufig können es kleine Veränderungen sein, damit Sie Ihre Lieblingsposition (mit wenig, oder ohne Schmerzen) einnehmen können.

Lassen Sie sich bei der Entscheidung Zeit und probieren Sie mehrere Sessel aus, denn es ja auch eine Investition.

Viele Menschen sitzen in einer flaschen Sitzhaltung, die zuweilen mehr Rückenprobleme mit sich ziehen kann, als angenommen, besonders im Alter. Wenn man im Sessel oder auf dem Sofa eine hinterübergebeugte Sitzhaltung annimmt, kann die natürlich "Doppel-S-Form" der Wirbelsäule nicht genügend gestützt werden. Es kann sein dass der Rücken über eine längere Zeit stellenweise zu stark belastet wird und die Bandscheiben einen hohen Druck aushalten müssen. Es kann hinzukommen, dass die Muskeln sich stärker verspannen können und dies kann wiederum zu Rückenbeschwerden führen, durch gequetschte Nerven oder Venen, es könnte zu Gewebeirritationen führen, die Eingeweide können sich gestört fühlen, es könnte zu Atembeschwerden kommen. Eine Muskelverkrampfung könnte zu Schwierigkeiten beim Aufstehen führen, alles das sind genüngend Gründe sich auf eine körpergerechte Sitzhaltung zu bemühen.

Sitzen im Sessel

Für rückengerechtes Sitzen sind 5 Voraussetzungen wichtig:

  1. die richtige Armlehnenhöhe
  2. die richtige Sitzhöhe, je nach Personengröße
  3. die richtige Sitztiefe, je nach Oberschenkellänge
  4. die richtige Lenden- bzw. Lordoseunterstützung
  5. der richtige Sitzwinkel im Sitzen und Liegen
  6. zudem sollten wechselnde Sitz- und Liegehaltungen angenommen werden

Vereinfacht kann gesagt werden, die beste Sitzhaltung ist jeweils die darauf folgende Sitzhaltung. Das besagt deutlich das es sehr wichtig ist nicht in einer einzigen Sitz- bzw. Liegehaltung zu verharren. Um die Zwischenwirbelscheiben bestens mit Blut zu versorgen sind Haltungsänderung nötig.

1) Die richtige Armlehnenhöhe:

Vom Körpergewicht sind die Arme mit ca. 10% Gewicht beteiligt. Zu hohe Armlehnen, also der Ellbogenwinkel unter 90°, kann zu Verspannungen und Belastungen für die Durchblutung führen. Sind die Armlehnen zu niedrig, also größer als 90° können Sie sich nicht genügend aufstüzen und können mit dem Becken nach vorne rutschen (Rundrücken).

Überprüfen Sie bitte:

Wenn die richtige Armlehnenhöhe erreicht ist, sind die Schultern gerade und die Arme liegen in einem Winkel von ca. 90° auf den Armlehnen auf.

2) Die richtige Sitzhöhe:
Um sich bequem erheben zu können sollte man einen hohen Sitz haben, wird häufig gedacht. Wenn der Sitz zu hoch ist, ist das Aufstehen unter Umständen auch schwierig, da man sich zuerst nach Vorne begeben muß. Bei einem zu niedrigen Sitz kommen evtl. die Beine nicht unter das Becken und man tut sich ebenfalls schwer. Sitzt man zu hoch können die Oberschenkel evtl. zuviel Druck erhalten und die Arme können dadurch stärker belastet werden um sich hoch zu stemmen. Zu hoch Sitzen kann dazu führen das die Beinnerven stark belastet werden und dies zu "schlafenden" Beinen führen kann. Beim zu niedrigem Sitzen, kannn der Rücken -zwangsläufig- zu einem Rundrücken führen.

Überprüfen Sie bitte:

Im Sitzen ziehen Sie bei einem Bein ein Knie hoch und Sie können spüren, dass der Rücken sich wie von selbst wölbt.

Eine zu niedrige Sitzhöhe kann zu einer Belastung für Darm und evtl. dadurch zu Völlegefühl und schlechten Stuhlgang führen.

Eine gute rückengerechte Sitzhöhe wird erreicht, wenn die Beine in einem Winkel von ca. 90° auf dem Boden aufstehen, die Füße stehen vollständig auf.

3) Die richtige Sitztiefe:

Ist der Sitz zu tief, kann es sein dass man nach Vorne rutscht und so die Wirbelsäule ein Biegung (Rundrücken) macht, die die Bandscheiben quetschen kann. Eine ordentliche Rückenlehnenunterstützung ist dadurch nicht mehr gegeben. Selbst das Aufstehen oder Haltungswechsel können erschwert werden. Die heutigen modernen Couchgarnituren haben oft eine große Sitztiefe die zum räckeln einladen soll. Beim normalen Sitzen hat diese Übertiefe jedoch erhebliche Nachteile, wie oben genannt.

Überprüfen Sie bitte:

Liegt Ihr Becken, besonderes der Beckenkamm direkt an der Rückenlehne des Sessel an und lässt sich an den Kniekehlen noch mindestens ca. 2-3 Finger ohne Behinderung einschieben, wenn das der Fall ist sitzen Sie genau richtiig.

4) Die richtige Lenden- bzw. Lordosenunterstützung:

Fast jede Wirbelsule weist eine leicht gebogene Doppel-S-Form auf, deshalb ist die bewegliche Wirbelsäule einzigartig. Da die Wirbelsäule zum Stehen und Gehen von der Natur konstruiert wurde, ist das Sitzen eine große Belastung, in etwas 70 - 80% der Rückenprobleme sind darauf zurückzuführen, Tendenz steigend. Die Lendenstütze bzw. die Lordosenstütze (In Schwaben redet man auch vom "unteren Rücken") sollte in er Höhe und Dicke einstellbar sein, da die Rumpflänge und die Krümmung der Wirbelsäule der Personen sehr unterschiedlich sind.

Überprüfen Sie bitte:

Stützt die Lordosenstütze Ihren unteren Rücken, es sollte nicht zufest, nicht zu tief und nicht zu hoch sein. Setzen Sie sich in den Sessel und lassen Sie sich von einer Person mit beiden Händen von unten nach oben am Rücken entlang gleiten, so kann erkannt werden ob die Wirbelsäule richtig gestützt wirde.

Kippverstellung: Besonders komfortabel
Bei manchen Sesseln können die Rückenlehne und der Sitz gleichzeitig nach hinten gekippt werden (der Sitzwinkel bleibt unverändert!). Die Rückenbelastung nimmt damit drastisch ab. Ein außergewöhnlich komfortables Gefühl.

5) Der richtige Sitzwinkel:

Da es bei einem schrägen Sitzwinkel zwischen Rückenlehne und Sitz kommen kann, rutscht man nach Vorne und so kann die Wirbelsäule nicht mehr ergonomisch gestützt werden, es kann zu starken Belastungen der Bandscheiben kommen.

Überprüfen Sie bitte:

Ein richtiger Sitzwinkel sollte einen Wert von zwischen 95 bis 105° aufweisen. Ist der Sitzwinkel zu schrägt rutscht man zwangsäufig nach Vorne.

Die Mindestbelastung im Liegen:

Lassen Sie bitte die Rückenlehne des Sessels vollständig nach hinten kippen, fahren Sie das Fußteil vollständig nach oben (evtl. Herz-Waage-Position, die Beine liegen etwas höher als das Herz) aus. Dies kann eine ideale Liegeposition sein, da das Becken, die Wirbelsäule und die Schulterblätter den Druck gleichmäßig verteilen können, so kann die reine Belastung der Wirbelsäule vermieden werden. Gerade die Herz-Waage-Position kann die Muskulatur entspannen, den Kreislauf fördern, das Herz etwas entlasten und bei der Abführung der Feuchtigkeit der Unterschenkel unterstützen.

  • Die Beine können auf dem ausfahrbaren Fußteil zur Ruhe kommen.
  • Die Beine sollten meist leicht angewinkelt sein um das Gewicht besser zu verteilen.
  • Das kann eine Überdehnung der Rückenmuskulatur vorbeugen und die gesamte Rückenpartie etwas entlasten.

Tipp: Fischers' natürlich leben bietet verschiedene Relaxsessel und Rehasessel an.

Wichtiger Hinweis:

Die obigen Informationen sind meine Erfahrungen bzw. Beobachtungen und können nicht 1:1 auf andere Personen übertragen werden, da jeder Mensch ein eigenes Individium ist. Die Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen recheriert und redigiert in der Absicht, den Benutzern seriöse, wenn auch nur grobe Information zu bieten. G. Fischer' haftet dabei nicht für Fehler, die insbesonders durch Quellen oder Bearbeitung entstanden sind. Diese Informationen sind kein Ersatz für eine medizinsche Beratung durch Ärzte, Heilpraktier oder andere zugelassene fachliche Hilfe. Es wird jede Haftung für Inhalte und deren Auswirkungen ausgeschlossen. Insbesondere kann G. Fischer weder direkt noch indirekt für jegliche unmittelbare und mittelbare Auswirkungen zur Verantwortung gezogen werden, die durch den Gebrauch oder Missbrauch der auf dieser Seite enthaltenen Informationen entstehen.

(Bildquelle: Fitform)

Tags: Relaxsessel | Fernsehsessel, Reha- und Pflegesessel, Ergonomie